Sinn ist kein Luxus Er ist Bedingung wirksamer Führung
Ich helfe Führungskräften, Sinn philosophisch zu verstehen, praktisch zu gestalten und in ihrer Führungsrolle zu verkörpern – für Orientierung, Klarheit und gesunde Zusammenarbeit.
Führung braucht heute mehr als Methoden und Tools – sie braucht Sinn. Auf dieser Seite findest du die Bausteine, mit denen ich Führungskräfte begleite: sinnorientierte Führung, Konfliktkompetenz, Perspektivwechsel, erfahrungsorientierte Formate wie das Systemic Immersive Theater und Zugänge zu Teamkultur, Salutogenese und philosophischer Entscheidungsarchitektur. Sie alle haben ein gemeinsames Ziel: Führungskräften zu helfen, Orientierung zu geben, Klarheit zu schaffen und gesunde Zusammenarbeit zu ermöglichen.
Warum mich dieses Thema so bewegt? Weil Sinn für mich kein theoretisches Konzept ist, sondern eine gelebte Erfahrung. Ich komme aus einem Arbeiterhaushalt, habe mich durch Studium und Promotion gearbeitet, war Leistungssportler, habe in Hongkong und Stanford gelernt, in einer Gemeinschaft gelebt und Monate in einem indischen Ashram verbracht. Diese Übergänge haben mich gelehrt, wie Sinn entsteht, wie er verloren gehen kann – und wie kraftvoll er wird, wenn Menschen ihn wiederfinden. Genau deshalb begleite ich Führungskräfte darin, Sinn nicht nur zu verstehen, sondern zu verkörpern.
Bausteine sinnorientierter Führung
Warum mich das Thema „Sinn“ so fasziniert
Ich bin in einem Arbeiterhaushalt aufgewachsen. In meiner Familie hat niemand studiert, bis meine ältere Schwester als Erste das Abitur machte. Dass ich später Philosophie studieren und promovieren würde, war nicht vorgezeichnet. Vielleicht hat genau das meinen Blick geprägt: Ich habe früh gelernt, dass Sinn nichts Abstraktes ist, sondern etwas, das man sich im Leben erarbeitet – Schritt für Schritt, Entscheidung für Entscheidung. Diese Bodenständigkeit prägt bis heute meine Arbeit mit Menschen, die echte Orientierung suchen und nicht nur Theorie.
Als Jugendlicher war ich mehrfach deutscher Meister im Rudern. Wir haben hart Trainiert und habe ich verstanden, wie sehr Disziplin, Teamgeist und innere Ausrichtung zusammengehören – und wie Sinn sich im Körper zeigt, nicht nur im Kopf. Diese Erfahrung fließt bis heute in meine Arbeit mit Führungskräften ein.
Mein Studium und meine Promotion konnte ich dank Stipendien, Preisen und Auszeichnungen finanzieren. Ein Jahr habe ich in Hongkong verbracht, um östliche Philosophie nicht nur zu lesen, sondern zu erleben. Später hatte ich die Möglichkeit, einen Teil meiner Dissertation in Stanford zu erarbeiten – eine Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin. Ich durfte von Lehrenden lernen, die meinen Blick auf Sinn und Perspektivenwechsel nachhaltig geprägt haben.
Meine Doktorarbeit habe ich über Sinn und Perspektivenwechsel in Nietzsches Philosophie geschrieben – bei einem Denker, der wie kaum ein anderer die Frage nach Sinn und Nihilismus radikal gestellt hat. Diese Auseinandersetzung hat mich gelehrt, Sinn nicht zu romantisieren, sondern ernst zu nehmen: als etwas Fragiles, das immer wieder neu geschaffen werden muss.
Über dreieinhalb Jahre habe ich in einer Gemeinschaft von rund zwanzig Menschen gelebt. Das hat mich gelehrt, wie Beziehungen funktionieren, wie Konflikte entstehen, wie man sie hält – und wie sehr Sinn ein soziales Phänomen ist. Viele meiner heutigen Methoden, besonders im Bereich Konfliktkompetenz, sind dort gewachsen.
Seit einem Jahr bin ich passionierter Gleitschirmflieger. Dafür bin ich ins Allgäu gezogen. Fliegen hat meinen Blick auf Sinn noch einmal verändert: Es lehrt Demut, Präsenz, Wahrnehmung – und die Kunst, Entscheidungen zu treffen, wenn man nicht alles kontrollieren kann. Genau das brauchen Führungskräfte heute.
All diese Erfahrungen – akademisch, körperlich, spirituell, gemeinschaftlich, existenziell – fließen in meine Arbeit ein. Ich unterrichte Sinn nicht, weil ich ein Konzept erklären will, sondern weil ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn Sinn trägt – und wie es sich anfühlt, wenn er fehlt.